Florale Meisterstücke

LEONIE DIEHL

WABI SABI – botanical art

Vom 15.-17.3.2019 fand gemeinsam mit Sven Wagenbach eine Ausstellung in den Räumlichkeiten des Zollamt Rothenburgsort statt. Bei der Planung dieser Ausstellung stellten wir uns zwei Themen: Wabi Sabi und Architektur. Diese beeinflussten sowohl die Gestaltungsart und Technik, wie auch die Auswahl der verwendeten Materialien.

WABI SABI

Wabi Sabi ist eine Ästhetik Philosophie aus Japan, die zwei Dinge vereint: Die Genügsamkeit der Schlichtheit und die Ästhetik des Alterns. Sonne, Wind, Regen, Hitze, Kälte und sogar der Mensch setzt dem Material zu und erzeugt Spuren. Dies kann eine bemooste Fläche sein, Schrammen, Kratzer, Narben, Veränderungen in der Qualität der Farbe und in der Textur, wie zum Beispiel Rost oder Schimmel.

 

 

Unser Zeitalter fordert Perfektionismus und multimediales Handeln. Im Kontrast dazu steht Wabi Sabi. Der Blick auf das Selbstverständliche, Bescheidene, soll den Betrachter erden und an die eigene Vergänglichkeit erinnern. Obwohl die zarten Naturmaterialien schwach, brüchig oder trocken geworden sind, besitzen sie noch hohe Charakterstärke und Aussagekraft.

 

 

ARCHITEKTUR

 Der Einfluss der Architektur ist der Ausstellungsraum. Formen im Raum werden aufgegriffen, Installationen dem Raum angepasst. Ebenso finden architektonische Formen in reduzierter Ausprägung ihren Einsatz. Linien, Überschneidungen, Quadrate und Flächen sind geometrische Grundformen, die den entscheidenden Kontrast zu den organischen, natürlichen Materialien im Raum bilden.

 

Alle Materialien stammen aus Hamburg und sind Zeugen der Hamburger Vergangenheit.

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